Mittwoch, 30. Dezember 2009

The Killer Shrews (die Nacht der unheimlichen Bestien - 1959)

"I must go down to the seas again, to the lonely seas and the sky" - eine epische Einleitung (nur in der deutschen Fassung enthalten) für einen epischen Film?

Mitnichten! The Killer Shrews ist ein absolutes Trashfeuerwerk. Auf einer abgelegenen Insel macht ein verrückter Wissenschaftler Experimente mit Spitzmäusen (die fälschlicherweise in der deutsche Fassung für Ratten gehalten werden). Die Mäuse wurden durch ein Serum zu schnellem Wachstum motiviert, brachen aus und stromern nun auf der Insel rum auf der Suche nach Nahrung.


James Best ist zusammen mit seinem schwarzen Sidekick auf dem Weg zur geheimnisvollen Insel, um Lebensmittel abzuliefern.

Leider ist die Rolle des schwarzen Mitstreiters sehr durch die Zeit gekennzeichnet und aus heutiger Sicht zu Recht so nicht mehr hinnehmbar.

Ein zentraler Dreh- und Angelpunkt des Films ist die hauseigene Minibar. Hier betrinkt sich der Protagonist mit seiner hübschen blonden Bekanntschaft und schmiedet Pläne.


Ergänzt wird die Dramatik durch Konflikte und Spannungsverhältnisse innerhalb der Gruppe. Als erstes muss dann auch schon unser schwarzer Freund dran glauben.

Da er für die Drecksarbeit zuständig ist, muss er zurück zum Boot und es festmachen. Die Killerbiester wittern ihn natürlich. Bei dem Versuch auf einen sehr instabilen Baum zu flüchten (man sollte wohl eher Busch sagen), gibt dieser unter ihm nach und ermöglicht es so den mit Gummiüberzug verkleideten Schäferhunden sich an ihm zu laben.

In anderen Szenen werden die Killerspitzmäuse gekonnt von Handpuppen dargestellt, die einen nicht minderen Schockeffekt beim Zuschauer provozieren.

Nachdem die Spitzmäuse auf der Insel alles Leben verputzt haben, kann sie auch ein stabiles Haus nicht stoppen! Sie fressen sich einfach durch das Mauerwerk und erwischen so den Italiener, der viel zu enge Klamotten trägt!

Aber zum Glück schützt unsere restlichen Helden ein Holzlattenzaun, der im Gegesatz zur Steinmauer unüberwindbar für die Viecher ist. Halleluja!

Viele sterben, teilweise sogar blutig, und den Überlebenden gelingt es in bester A-Team Tradition, mit zusammengeschweißten Tonnen Richtung Wasser zu entkommen.

Der Film ist billig, hat wenig Handlungsorte und ziemlich miserable Schauspielerleistungen und genau das macht den Film zu einem Genuss.

Abgerundet wird er durch den Audiokommentar von Herrn Strecker und Kessler.

Letzterer gibt sogar das Lied aus dem Vorspann in eigener Interpretation zum Besten. Großartig!

Einmal mehr zeigen uns Anolis, wie man diese Filmperlen liebevoll auf DVD bannen kann.

Vielen Dank!

Die Rückkehr der Galerie des Grauens!

Anolis hat uns Nostalgikerfans ein tolles Weihnachtsgeschenk gemacht! Die Reihe "Galerie des Grauens" findet eine Fortsetzung in einer zweiten Box!!!
Sie kommt zwar erst ab Sommer 2010, aber bis dahin hat man ja noch die restlichen 5 Filme der ersten Box zu erwarten.
Außerdem gibt es als Start der Serie keinen geringeren als The Monolith Monsters ("Das Geheimnis des steinernen Monsters") von 1957!
Da warten sicherlich schon einige Leute sehnsüchtig!
Leider werden weitere Titel von Herrn Ivo Scheloske vorerst nicht verraten.
Ich hoffe allerdings inständig, dass man für Audiokommentare wieder Herr Kessler, Zion und Ingojira Strecker verpflichten wird.
Denn gerade die informativ und humorvollen Kommentare haben die großartigen Filme nochmals um ein Vielfaches aufgewertet.


Die letzten noch zu veröffentlichen 5 Titel der ersten Box lauten:
  • First Man Into Space (Rakete 510) von 1959 (Januar 2010)
  • Behemoth, The Sea Monster (Ungeheuer von Loch Ness) von 1958 ( Doppel DVD Februar 2010)
  • Frankenstein´s Daughter (Frankensteins Tochter) von 1958 (März)
  • The Day The World Ended (Die letzten Sieben) von 1956 (April)
  • The Brain From Planet Arous (Die Augen des Satans) von 1957 (Mai)
Die ersten 3 Filme der Galerie sind mittlerweile auch schon ausverkauft. Für die Teufelswolke von Monteville (inkl. Box) darf man bei Amazon Mondpreise von 60 bis 130 Euro zahlen. Heftig!
Also lieber gleich bei der zweiten Box aufmerksam sein und frühzeitig das eigene Exemplar sicher!

Stephen King - Under The Dome (Die Arena)

Wuuuuhaaaa! Das neueste Werk vom König persönlich. Lange hab ich mit mir gerungen, ob ich die 27 Kröten ausgebe, aber bei fast 1300 Seiten geht das wohl in Ordnung!

Under The Dome ist kein Horrorroman. King ist generell auch kein Horrorauthor, auch wenn ihm allerorts dieses Etikett angehängt wird.
Nach einer sehr gelungenen und temporeichen Einleitung führt King die zahlreichen Figuren ein. Ähnlich komplex wie es Schätzing mit Limit versucht hat (aber kläglich gescheitert ist), schafft es King ihnen allen ein Gesicht zu geben.

Im übrigen ist es auch viel klüger das Personenverzeichnis auf den ersten Seiten anzulegen, als es auf den letzten Seiten zu platzieren (wie es bei Schätzing der Fall ist und man deshalb immer 1200 Seiten umblättern muss - denn schließlich muss man am Anfang eines Buches nachschlagen).

Das Buch hat alles: Humor, Tragik, nachdenklingliche Aspekte, aber vor allem Spannung! Das Gaspedal wird oft getreten und dank der nachvollziehbar gestalteten und authentischen Charaktere fiebert man sofort mit.
Überhaupt ist die Figurenkonfiguration sehr schön arrangiert. King schafft den Spagat zwischen typischen und sehr individuellen Personen!
Wer die neuen Kingbücher nicht mag, sollte dennoch einen Blick riskieren, da er zwar den Horror fast komplett ausklammert, aber dennoch an die Spannung von alten Zeiten anknüpft.
Über das Ende lässt sich, wie bei so vielen Kingbüchern, streiten. Mir gefällt es mal wieder weniger, aber das war bis jetzt bei jedem Stephen King Buch so und es stört mich mittlerweile auch gar nicht mehr.

Mit "Under the Dome" hat King es geschafft eine spannende Geschichte zu erzählen und einen weiteren Klassiker zu schreiben.
Viele hätten es ihm nicht mehr zugetraut, sie wurden eines Besseren belehrt!
Bleibt zu hoffen, dass es auf diesem Niveau weiter geht und die Shiningfortsetzung vielleicht schon 2010 bei uns auf dem Nachttisch liegt.

Mittwoch, 23. September 2009

Auf U-17 ist die Hölle los (The Atomic Submarin 1959)

Endlich, endlich ist mein Exemplar vom Atomic Submarin eingetroffen. Nach viel zu langer Lieferzeit (da ICatcher leider mir Hermes verschickt), habe ich mich sofort vor die Mattscheibe gehängt und den Film gesichtet.
Im Vorfeld hörte man ja doch ein paar negative Kommentare. Sie treffen zum Glück nicht zu.
Story? Am Nordpol gehen Schiffe verloren und deshalb muss ein Atomuboot losschippern und den Dingen auf den Grund gehen.
Im Prinzip war das schon der gesamte Plot. In 70 min erzählt der Film eine wunderbare Geschichte über Trennungsschmerz, Existenzängste, Teamwork, gesellschaftsimmante Konfliktmustern und ein riesiges Tentakelmonsterauge! Jawohl! Genau so muss es sein!
Einer bezaubernde Blondine wird ihr süßer Matrose entrissen, weil er auf geheime Mission zum Nordpol muss. Der pazifistische und intellektuelle Sohn eines schlauen Wissenschaftlers, der wegen Krankheit nicht mit darf, wird ebenfalls auf die Reise geschickt. Außerdem gibt es vor der Abfahrt noch einige trashige Dialoge zu belächeln. Kampftaucher sind ebenfalls dabei!
Wem das noch nicht genug ist: es gibt schwimmende Untertassen, weiße Taucheranzüge, schmelzende Gesichter, Miniaturuboote (die wirklich unglaublich "echt" wirken ;-) ) und Schweißarbeiten an einem UFO.
Das UFO kann außerdem Schlabberschleim absondern, so dass Atomsprengköpfe einfach vorbei bommeln. Außerdem benötigt der Außerirdische Magnetismus vom Nordpol und muss deshalb immer wieder zurück schippern.
Der Film kann einiges, allerdings sollte man dafür seine Erwartungen auf 0 setzen. Er ist sicherlich kein Meisterwerk und wird von Genrefans eher nicht in den Himmel gelobt, aber er hatte für mich einfach zu viel Charme und Naivität.
Allein der großarte Zick-Zack-Kurs den das UBoot beschreibt, ist urkomisch.
Audiokommentar ist auch wieder an Board.
Dieses mal vom großartigen Dr. Rolf Giesen. Ansonsten die obligatorische Super 8 Fassung, Trailer und Bildergalerie. Eine phantastische Veröffentlichung, die das hohe Niveau der Reihe hält. Ein informatives Booklet wurde ebenfalls wieder beigelegt. Vielen Dank Anolis für diese tolle DVD! Ich hoffe, dass in naher Zukunft die letzten Filme der Serie gelüftet werden. Als nächsten kommen die Killer Shrews und irgendwann dann auch Fiend Without a Face.
Die Fangemeinde wartet und versüßt sich die Zwischenzeit mit der neuen Classic Horror Reihe von Koch Media.

Mittwoch, 2. September 2009

Bondi ausverkauft, U-17 kommt

Cheerio!
Aufgepasst. Der zweite Film der Reihe "Galerie des Grauens" ist jetzt bei ICatcher ausverkauft. Also schnell bei Amazon ein überteuertes Exemplar sichern, bevor die Aasgeier die Teile zu Mondpreisen anbieten!
Die Teufelswolke kostet mittlerweile auch schon 66€ (sic!) auf dem Amazon Marketplace.
Wenn man gleich dabei ist, kann man sich auch direkt den dritten Teil bei ICatcher vorbestellen.
Der kommt am 21. September (also liefern die sicher wieder eine Woche früher aus) raus.
Hier noch der Link http://www.icatchermedia.de/ und ab geht es. Denn Bondi war 2 Wochen nach Release ausverkauft!
Die DVDs sind auf 1000 Stück limitiert, also ranhalten!

Samstag, 15. August 2009

Curse of The Crimson Altar - Die Hexen des Grafen Dracula (1968)

Vampire? Dracula? Nö! Hier nicht.
Die deutsche Übersetzung des Titels ist leider etwas unglücklich. Allerdings entschied sich der damalige deutsche Filmverleih für eine Analogie zu Christopher Lees bis dato größter Rolle in "Dracula".
Ok, was haben wir hier? Den ersten Film der EMS Reihe "Der Phantastische Film". Kein Film der Hammer Studios, auch keiner des anderen britischen Kultstudios Amicus. Aber von Tigon British! "Curse of the Crimson Altar" markierte den zweiten Film, den Tigon in Kollaboration mit der American International Productions (AIP) gedreht hat.
Wohl wissend, dass EMS mit dieser Serie die zweiten und dritten Reihen der klassischen Horrorfilme beackert, hatte ich meine Erwartungen an diesen Film deutlich herunter geschraubt.
Zuerst muss man ein paar Worte zur liebevoll umgesetzten DVD sagen. Ein schicker Schuber schmückt die Amarayhülle, hinter der sich ein anderes Motiv verbirgt. Es ist wirklich lobenswert, dass EMS hier nach verschiedenen Artworks gesucht hat, sie gefunden und dann auch noch verwendet hat. Ganz toll! Außerdem ist das Booklet sehr informativ. Die Ausstattung der Extras ist ebenfalls gelungen. Es gibt Super 8 Fassungen, Trailer, einen alternativen Anfang und Bildergalerien.
Als ich dann auch die Darstellerliste blickte, musste ich meine Erwartungen dann doch etwas erhöhen. Hier wird wirklich einiges aufgeboten. Neben dem legendären Boris Karloff (der beste Frankensteindarsteller aller Zeiten) als Prof. March, spielen auch noch Christopher Lee und Barbara Steele mit.
Der Film basiert auf einer Erzählung von H.P. Lovecraft "Träume im Hexenhaus". Dann also los.
Am Anfang sehen wir einen schönen Vorspann gefolgt von einer abgefahrenen Szene, in der Ziegen, Kuttenträger, nackte Frauen und Barbara Steele als blauangemalte Hexe mit exorbitant großem Kopfschmuck zu sehen sind. Ein blonder Mann kritzelt sein Signum in ein Buch und sticht zum Beweis seiner Treue der gefesselten Nackten einen Dolch in den Körper.
Der abgefahrenste Charakter ist aber der SM Bodybuilder mit Geweih und Fetischkleidung. Hehe. Crazy Tommies!
Nun ja, der blonde Typ ist der Bruder von unserer Hauptperson: Herr Manning, einem Antiquitätenhändler. Irgendwie ist sein Bruder verschwunden und Manning macht sich auf die Suche nach ihm. Dabei kommt er in ein kleines Dörfchen, das gerade den jährlichen Todestag der Hexe Lavinia Morley feiert. Im riesigen Herrenhaus vom alten Morley lernt er dessen Nichte kennen, die grade eine exzessive Party gibt. Viel nackte Haut, viel Saufen und das in den 60ern. Man man man. Außerdem wird eindrucksvoll gezeigt, wie man damals Streitigkeiten unter 2 Frauen geregelt hat. Sie werden auf die Schultern von zwei Kerlen gehieft, müssen blank ziehen und bekommen zwei riesige Pinsel in die Hand, um die andere mal richtig schön anzumalen. Love and Peace und so.
Jedenfalls stellt sich heraus, dass unser Held Manning der letzte Nachfahre des Anklägers von Morley ist. Dann gibt es noch den verrückten Professor, der sich mit Hexenkulten und Gedöns auskennt. Dann schlafwandelt er und träumt etc. Außerdem gibt es noch diverse Sexszenen zu begutachten und man weiß endlich, warum in den späten 70ern und frühen 80ern immer Sex vor einem Mord da sein muss!

Sehr abgefahrene Story, die bildgewaltig und in krassen quietschigen Farben daher kommt. Der Film hat wirklich Spaß gemacht. Spannend, gut inszeniert und mit einer ganzen Reihe von sehr obskuren Ideen bestückt. Sollte man sich mal anschauen. Starker Start der Reihe. Ich hoffe, der zweite Film der Reihe, "Der Dämon mit den blutigen Händen", kann das Niveau halten.
Yeah!

Freitag, 14. August 2009

Ausblick

Ich habe mal den Bestand der Filme gesichtet und ein paar neue geordert. Hier soll nun ein kleiner Überblick über die Filme, von denen demnächst Kritiken folgen werden.
  1. Invasion of the flying Saucers - Fliegende Untertassen greifen an (1956)
  2. It came from outer Space - Gefahr aus dem Weltall (1953)
  3. Frankenstein must be destroyed - Frankenstein muss sterben (1969)
  4. Quatermass 2 - Feinde aus dem Nichts (1957)
  5. Quatermass and the Pit - Das grüne Blut der Dämonen (1967)
  6. Kronos - Captain Kronos Vampirjäger (1973)
  7. Dracula - Dracula (1958)
  8. Dracula Prince of Darkness - Blut für Dracula (1966)
  9. Taste the Blood of Dracula - Wie schmeckt das Blut von Dracula (1970)
  10. The Brides of Dracula - Dracula und seine Bräute (1960)
  11. The Vampire Lovers - Gruft der Vampire (1970)
  12. Curse of the Crimson Altar - Die Hexen des Grafen Dracula (1968)
  13. Blood of The Vampire - Der Dämong mit den blutigen Händen (1958)
  14. Asylum - Asylum (1972)
  15. The Sourcerers - Im Banne des Dr. Monserrat (1967)
  16. Devils of Darkness - Das Teufelsritual aka Die Gruft der toten Frauen (1965)
  17. Baron Blood (1972)
  18. Lisa und der Teufel (1972)
  19. Revenge of the Creature - Die Rache des Ungeheuers (1955)
  20. The Evil of Frankenstein - Frankensteins Ungeheuer (1964)
  21. Monster on the Campus - Der Schrecken schleicht durch die Nacht (1958)
  22. Invisible Agent - Der unsichtbare Agent (1942)
  23. The Premature Burial - Lebendig begraben (1962)
  24. It came from beneath the Sea - Das Grauen aus der Tiefe (1955)
  25. 20 Million Miles to Earth - Die Bestie aus dem Weltraum (1957)
Für genug Nachschlag und Material ist also gesorgt :-)

The Curse Of Frankenstein - Frankensteins Fluch (1957)

Hier haben wir den ersten Frankensteinfilm der Hammer Studios und es sollten noch 6 weitere folgen! B-Movie Star Peter Cushing glänzt hier in der Rolle des Baron Frankenstein. Als kleiner Junge lebt er allein mit seiner Mutter, bis diese stirbt. Frankenstein kann allerdings ganz gut auf sich alleine aufpassen und so ordert er sich, wissensdurstig wie er ist, Paul als Lehrer in sein riesiges Anwesen. Dieser bringt ihm über die Jahre all sein Wissen bei, bis sie schließlich anfangen, das Unbekannte zu erforschen. Frankenstein ist dabei recht energisch und besessen, so dass er, nachdem sie einen Hund von den Toten wieder auferstehen ließen, beschließt, einen Banditen, der zur Abschreckung am Galgen vor der Stadt baumelt, zum Leben zu erwecken.
Dann gehts ab.Der Plot ist also ein wenig anders.

Die Story spielt ausschließlich im Schloss und der Personenkreis ist sehr begrenzt. Es gibt keine Meute, die mit brennenden Fackeln Frankenstein und seinem Vieh ans Leder will. Hier wird ganz die Szenerie im Schloss selbst inszeniert. Dadurch wird besonderen Wert auf die Personenkonstellationen gelegt. Zwischen Frankenstein, seinem ehemaligen Mentor und jetztigem Kollegen, seiner Haushälterin, mit der er ein Verhältnis hat und seiner aus der Jugendzeit bekannten und jetzt zu ihm gezogenen Cousine.
Die Kulissen sind großartig, es brodelt und blubbert im Labor und kein anderer als Christopher Lee spielt den riesigen, hässlichen und alptraumhaften Frankenstein. Die Kreatur tut einem in diesem Film nicht so wirklich leid. Empathie hegt man eher für den armen Paul, der Frankenstein unermüdlich dazu bewegen will, mit seinen Horrorexperimenten aufzuhören.
Auch wenn der Film in Farbe ist, so hat er doch noch einen sehr schönen Charme. Die erdigen Farben im Kontrast zu den quietschigen Farben haben eine sehr eigene Wirkung. Hammer ist hier ein ganz großer Film gelungen, der, obwohl wenig Schauspieler, sehr stringent und gefühlsbetont eine Geschichte erzählt.
Die Effekte sind ebenfalls sehr gut geworden. Das Make Up von Frankenstein dürfte auch heute noch überzeugen und Blut fließt gelegentlich auch noch :-)

Kurzum: jeder Mensch, der Frankensteinfilme mag oder nur etwas für sie übrig hat, sollte sich diese Filmperle zu Gemüte führen. Ansonsten sei jedem anderen Menschen dieser Film ebenfalls ans Herz gelegt. Man wird definitiv nicht enttäuscht!

Donnerstag, 13. August 2009

Das Vermächtnis des Prof. Bondi - A Bucket of Blood (1959)

Das ist mal ein abgefahrener Film von Roger Corman. Im Prinzip knüpft er an die Geschehnisse von House Of Wax an. Bondi ist tot. Naja, nicht ganz. Aber weil er ziemlich alt und gebrechlich ist, beschließt er, seinem trotteligen Nachfahren Walter (gespielt vom grandiosen Dick Miller), einen Sack Wachs zu schicken. Dieser ist ein Kellner in einer Künstlerkneipe. Alle Frauen himmeln dort Philosophen, Maler und andere Künstler an. Walter leidet ein wenig an Minderwertigkeitskomplexen und verehrt die Künstler ebenfalls. Sein Chef ist selbst einer und behandelt ihn recht schäbig. Als er sich dann am Wachsmodellieren versucht, misslingt ihm das gewaltig. Tja, und wie könnte es schlimmer sein: die Katze steckt in der Wand fest. Oh man!
Wie bekommt man eine Katze aus einer Wand?

Richtig: man nimmt ein Messer und sticht drauf ein!!! Natürlich trifft er die Mieze und kloppt dann mit bloßer Hand (sic!) ein riesiges Loch ringsrum. Tja, dann eben aus der Katze eine Wachsfigur basteln. Am nächsten Tag bringt der das gute Stück mit und stellt es in der Kneipe aus. Plötzlich bewundern ihn alle ob der schönen Katze. Aber mal ehrlich. Das Ding ist so unglaublich hässlich. Egal ... im Lokal sind auch diverse Geheimpolizisten, weil dort mit Heroin gehandelt werden soll. Eine füllige Frau vertickt es dort und schmeißt sich unserem Walter auch sofort an den Hals. Sie will seine Geliebte sein, aber der hat kein Bock und ist eher schüchtern. Tja, dann schenkt sie ihm ein kleines Schächtelchen. Walters Chef ist angepisst, weil alle Walter feiern und schickt ihn nach Hause. Der Bulle hat mitbekommen, dass ihm ein kleines Schächtelchen zugesteckt wurde und folgt ihm. Klar ist es Heroin. Walter checkt es aber nicht und verteidigt sich mit einer Bratpfanne.
Das Übel nimmt seinen Lauf.
Großartiger Film mit viel Trashelementen. Toller Audiokommentar vom dynamischen Duo Keßler und Zion. Wirklich sehr informativ. Man erfährt z.B., dass die Anfangssequenz eigentlich nicht zum Film gehört und in Deutschland gedreht wurde. Ich hatte mich schon über die absolut geniale Synchronisation gewundert, allerdings ist der Darsteller in dieser nicht von Roger Corman stammenden Anfangssequenz ein Deutscher. Oh man!!

Ansonsten natürlich wieder die liebevolle Aufmachung von Anolis. Tolle Arbeit. Super Film. Zwar nicht ganz so stark wie die Teufelswolke, aber knapp dahinter. Man wartet gespannt auf die weiteren Filme, die noch folgen werden.
Hurra!

Galerie des Grauens Nr.2 - Das Vermächtnis des Prof. Bondi


Hossá! Lange gewartet, endlich da!
Der zweite Film der Reihe (kommt offiziell nächste Woche raus) ist bei mir eingetrudelt. Review folgt in Kürze.
Außerdem steht schon das Cover für den im September erscheinenden dritten Teil "Auf U-17 ist die Hölle los" fest. Flatschenfrei mit Wendecover. Hurra!
Außerdem veröffentlich Koch diesen Monat 3 tolle Filme in ihrer neuen Monster Classics Serie. "Die Rache des Ungeheuers" von 1955 der zweite Teil von Creature from the Lagoon von Jack Arnold. "Der Schrecken schleicht durch die Nacht" von 1958 (beide in der Jack Arnold Box bereits erschienen) und der dritte Film, ein bisher unveröffentlichter, "Der unsichtbare Agent" von 1942.
Alle mit Wendecover und in schwarz weiß!

Montag, 27. Juli 2009

Schweine in Greifswald, Schlangen in Florida. Tierhorror weltweit


In Greifswald grasiert die Schweinegrippe und in Florida fressen Schlangen Schafe und Kinder! Das ist schlimm denkt man? Tja, erstmal abwarten!

Ist es nur eine Frage der Zeit, wann Greifswalds Klimazone sich hin zu subsaharischen Gefilden ändert und wir ähnliche Probleme bekommen könnten? Ja! Mit der drohenden Klimaveränderung werden auch bei uns abgefahrene Spinnen und anderes exotische Getier die Gegend bewohnen! Aber auch an dieser Stelle, wir wollen schließlich beruhigen, don´t panic! Denn schließlich gab es hier, zumindest in der Nähe (Fischland/Darß) auch mal Wisente.

Nicht minder gefährlich wurden die letzten Exemplare von Klumpfußgöbbels erlegt. Zur gleichen Zeit starben auch Luchs und Wolf aus. Oder so ähnlich. Aber ich bin da auch kein Experte.

Was ich damit eigentlich sagen möchte:

Schaut mehr Tierhorrorfilme. Der Tierhorrorfilm ist ein im Mainstreamkino eigentlich unterschätzes Genre. Größere Produktionen hat lediglich "Arac Attack" 2002 aufgefahren. 7 Jahre ist das schon her. Aber was gab es denn da noch so? Hier im Blog gibt es Kurzkommentare zu den beiden Urtierhorrorfilmen : "Tarantula" und "Formicula". In den 80ern machten Filme wie "der Weiße Hai" das Baden in der Ostsee zu einem wahren Gräuel.

Ok, ich hab ihn ob der späten Geburt erst Anfang der 90er gesehen, aber war nicht minder beeindruckt. Jedes Mal, wenn Sturm an die Ostsee kam und die Dorsche dicht an den Strand gespült wurde, sagte mein Opa, dass es Katzenhaie in der Ostsee gab. Ein Trauma auf Lebenszeit! Leider wurde es dann, bis auf "Arachnophobia" mit Jeff Daniels (Dumm und Dümmer), in den 90ern ziemlich ruhig. Mit "C2 Killerinsect - Die Attacke der Monsterzecken" kam noch ein cooler Film, aber das war es dann auch. Es gab zwar großartige Tv Serien, wie "Parker Lewis - der Coole von der Schule", aber das hat überhaupt nichts mit dem Thema zu tun. 2002 markierte dann einen Wendepunkt, als Ellory Elkayem mit "Arac Attack" (engl. "eight legged freaks") einen "Blockbuster" in die Kinos brachte.

Vorher gab es natürlich noch Filme, wie "Anaconda", die allerdings ziemlich schlecht waren (und deren Sequels mit keinem geringeren als David Hasselhoff aufgepeppt werden mussten). Danach gab es noch einen netten Schneckenhorrorfilm ("Slither") und einen neuseeländischen Beitrag ("Black Sheep"), aber das Genre rostete wieder ein.

In Korea hat man derweil mit "The Host" einen netten Tentakelviecherhorrorfilm abgeliefert, der demnächst auch noch mal für das amerikanische Publikum neu gedreht wird. Anscheinend haben Amis wirklich was gegen ostasiatische Gesichter, sonst müssten nicht so viele Filme für deren Markt neu gedreht werden.

Aber dieser Tage kommt dann auch wieder vielversprechend Neues auf den Markt. Mit "Pig Hunt" ist endlich mal ein Schweinehorrorfilm am Start (passend zur saisonialen Grippe) und mit "Infestation" auch ein beinharter Käferhorrorfilm.

Außerdem ist ein "Piranha" (nicht die Rostocker Rapperin, gibt es die eigentlich noch?) 3d Remake für Anfang 2010 geplant. Der geneigte Genrefreund und Neueinsteiger hat also reichlich Futter. Inklusive der Masse an Filmen, die ich spontan vergessen habe. Aber echt, gebt dem Zeug mal eine Chance und wenn nicht: dann holt euch eine Kiste Bier und eine Handvoll Freunde ran. Spätestens dann macht diese Art von Filmen richtig Spaß!!! Ich schwör Alta!

Schweinegrippe in Greifswald - eine Minireportage


Die erste Prüfung geschrieben, als Belohnung gibt es Bier, doch was sagt der Twitter da? Schweinegrippe in Greifswald!
Das hieß für mich, einen kleinen Abstecher zum Schutzmaskenkauf einlegen. Schließlich will man mit den Erregern nicht kontaminiert werden.
Sodann machte ich mich auf und wurde in der Langen Straße (neben Beathe Uhse) auch sofort fündig. Leider zeichnet sich das aufgenommene Audiodokument durch absolut mangelhafte Qualität aus, weshalb es in den Giftschrank gesperrt wurde.
Im Laden wurden mir dann 2 Ausführungen von den Masken angeboten, wobei mir die Verkäuferin auf die Frage, welche gegen Schweinegrippe nützlich sei, sogar die preiswertere Variante für nur 40Eurocent das Stück empfahl.
Ausgerüstet machte ich mich anschließend auf einen kleinen Einkaufsbummel, dessen primäres Ziel natürlich der Zisch Getränkemarkt in der Stralsunder Straße war.
Anscheinend war die Bevölkerung noch nicht wirklich vorbereitet. Lediglich ein Herr rief mir zu "isses es schon soweit? ja, Schweinegrippe?". Ansonsten hat man nur verständnislose, bisweilen sogar angeekelte Blicke geernet.

Schutzmasken sind noch nicht Mainstream. Wer also noch schnell auf den Trendzug aufspringen will, sollte sich die modisch blauen (und günstigen) oder die reinen weißen mit Extrafilter in seinem lokalen Arbeitsbekleidungsladen besorgen.
Für kleines Geld bekommt man sofort Hilfe. Es ist nicht unbedingt sexy, aber kann helfen Leben zu retten. Selbst wenn man es sich nur einbildet.

Blogsterben in Greifswald

Während die lokale Blogosphäre schwächelt, weil Schweinegrippezombies die Erde bevölkern, meldet der Zombiebunker immer noch sporadisch aus dem Krisengebiet.

Schade nur, dass er sich mit ganz anderen Sachen beschäftigt.

Freitag, 24. Juli 2009

Bücherkiste

Kennt noch jemand Kurzgeschichten? Nein?
Kurzgeschichten können was wirklich Tolles sein. Warum ich momentan so viele Kurzgeschichten lese, hat rein pragmatische Gründe. Ich habe keine Zeit! Verdammt. Und weil ich gerne lese, musste ich mir eine Lösung einfallen lassen. Es hat geklappt!
Die letzten wirklich guten Kurzgeschichten, die ich gelesen habe, stammten aus der Feder von H.P. Lovecraft. Gut, das ist schon mal eine Hausnummer. Allerdings habe ich mir eine strikte Auflage gemacht: nur deutschsprachige Autoren plus es muss im weitesten Sinne im Horrorgenre verortet sein. Was fand ich? Einen kleinen Kurzgeschichtenband von Torsten Sträter, den ich noch im Schrank stehen hatte.

Wie war er? Durchwachsen. Teilweise wirklich schöne Ideen, die in einem rotzigen Stil umgesetzt wurden. Allerdings auch ziemlich abgefahrene Sachen, die mir nicht so leicht reingingen. Trotzdem habe ich mir noch die zwei anderen Bände von ihm "Postkarten aus der Dunkelheit" und "Hit the Road Jack" geholt. War gut. Besser als der Erste! Viel besser.
Den Hunger geweckt, habe ich mich dann einer Art Anthologie gewidmet. "Disturbania" heißt das gute Stück. Herausgegeben von David Grashoff. 17 Kurzgeschichten von 17 verschiedenen Autoren. 17 mal Gänsehaut und 17 mal völlig verschiedene Stile.

Was will der Autor sagen? Schaut euch diese Kleinode mal an. Das
schadet nicht. Die Sträterbände kommen grade mal mit 8€ um die Ecke und auch die Anthologien sind sehr erschwinglich. Herausgebracht von Kleinstverlagen, denen man gerne Monétós da lässt!
Aus diesem Grund habe ich mir dann auch von Markus K. Korb das Büchlein "Wasserscheu - Sommer Horror Storys" bestellt. Ich bin gespannt und verspreche mir einiges.
Achso, für die kleineren Leser: R. L. Stine hat zwei schöne Reihe mit Gruselgeschichten (Gänsehaut und Fear Street), die man auch im Erwachsenenalter noch konsumieren kann. Trivial ist das nicht, Ferien für den Geist würde ich sagen...wenn das Hirn matschig wird ob der vielen Sonne -> genau das Richtige!

musikalisches Vergnügen

Für aufgeschlossene Musikinteressierte.
Es gab mal eine Kapelle, die nannte sich At the Drive-in. Leider löste sich diese grandiose Band 2001 auf. Naja, eigentlich zersplitterte sie in die eher belanglosen Sparta und die geniale Band The Mars Volta.
Auch wenn das Debut von The Mars Volta noch relativ stark nach At the Drive-in klang, hatte man sich mit dem zweiten Album "Frances The Mute" schon sehr stark vom alten Sound entfernt. Latino, Progrock, Posthardcore, Rock, Psychodelic und noch 100 andere Einflüsse vermischte man und sprengte mit etlichen Songs die 10 min. Marke.
Mit "Amputechture" veröffentlichte man dann ein noch komplexeres Album, das unglaublich viele Instrumente und Soundspielereien in sich vereinigte.
Die Welt schimpfte etwas, weil das Resultat etwas schwierig zu konsumieren war. Zum neben her hören war das nichts. Man musste sich schon sehr stark konzentrieren. Man wurde aber mit Krachern wie "Day of the Baphomets" oder "Tetragrammaton" fürstlich belohnt.
2008 fohlte dann das vierte Werk "The Bedlam in Goliath" und hier hat man wirklich alles katalysiert, was The Mars Volta auszeichnet. Das göttliche "Ouroborous" gibt einen guten Querschnitt von dem, was hier so alles passiert. Eigentlich sind wirklich alle Songs durch die Bank großartig, man muss sie einfach nur ein paar Mal hören und sich die Strukturen erschließen!
Der neueste Output "Octahedron" ist dann auch wieder leichter zu konsumieren. Sehr leise und aufgeräumt wirkt das Album. Leider nicht mehr ganz so großartig wie der Vorgänger, aber immer noch so viel besser als alles andere, was es momentan auf dem gitarrenbetonten Musikmarkt so gibt. Mensch, mensch. Hört es euch doch mal an!

Neuzeit, Aktuell, Eden Lake

Ja, was war denn das? Zur Abwechslung habe ich mich mal wieder den modernen Filmen zugewandt und dieses kleine Schmuckstück aus England an Land gezogen. Was fällt auf? Wenn man permanent in schwarz-weißen, grobkörnigen und z.T. verwaschenen Welten lebt, dann findet man erst mal scharfes Bild ganz angenehm und erfrischend.
Erfrischend und leicht kommt der Film dann auch daher. Ein Pärchen fährt an einen See, um etwas Urlaub zu machen. Da sind diese Rotzgören, die wirklich den untersten Bodensatz darstellen. Männer müssen sich beweisen und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Eden Lake, das ist ein Film zum drüber diskutieren.
Erschreckend, wie real der Film wirkt und wie nüchtern die Inszenierung ist.
Auch bei uns ergab sich daraus Stoff für wenigstens eine Stunde Palaver. Das hat schon lange kein Film mehr geschafft. Ich will auch gar nicht zu viele Worte darüber verlieren. Der Film ist großartig, die Schauspieler spielen glaubhaft und passen perfekt und das Filmset ist auch sehr atmosphärisch. Endlich mal wieder ein intelligenter Horrorfilm mit schöner Optik und einer spannenden Geschichte. Bitte mehr davon in Zukunft!
Schade, dass der Film bei uns in Deutschland in 2 Versionen erschienen ist. Nur die JK/Spio Version ist ungeschnitten. Also unbedingt darauf achten. Wegen des starken Realismus wird Eden Lake sicherlich auch in naher Zukunft auf dem Index landen. Es lebe das Zensurland!
Fazit:
Sollte man sich anschauen, aber keinen gewöhnlichen Slasher erwarten.

Dienstag, 21. Juli 2009

Gruselserie - Hörspiele von H.G. Francis

Hossá. Kaum beginnt der Prüfungsstress, finde ich Zeit, um hier mal wieder was zu schreiben!
Es handelt sich um eine Hörspielserie aus den 80er Jahren, die
diverse Grusel- und Horrorgeschichten aus der Feder von H.G. Francis vertont. Dabei hat sich der gute Mann allerdings zahlreicher Filme bedient (Insel der Zombies, Horrorameisen etc.). Damals noch als gute alte Tapes veröffentlicht, hat Europa alle Folgen unter dem Banner "Die Rückkehr der Klassiker" neu auf CD aufgelegt.
Was man zuerst bemerkt: die Hörspiele von damals sind
nicht so soundkulissenüberladen, wie es moderne Produktionen sind. Das mag zwar bei vielen Serien (primär Weltraumgedöns) passen, aber bei den guten alten Horrorstories ist weniger definitiv mehr.
Die Serie umfasst 18 Folgen, die mal besser und mal schlechter sind. Allerdings ist keine so schlecht, dass man sie sich nicht abends auf die Ohren geben könnte, um dabei gemütlich einzuschlummern.
Gerade die 80er Atmosphäre punktet immer wieder durch die großartigen Sprecher und die trashigen Musikstücke.
Bei den meisten Geschichten stehen Schlösser, Inseln oder Sumpflandschafen im Mittelpunkt, die dann von diversen Monstern (Werwölfe, Nessie, Horrorameisen, Mörderspinnen, Vampire, Mördermumien oder Todesratten) bevölkert werden. Die Charaktere sind nett-naiv und dümmlich und Männer dürfen richtig Assimachos sein.
Wem die Serie zusagt, der sollte auf jeden Fall noch die beiden Reihen "Macabros" und "Larry Brent" antesten. Da wurden z.T. die alten Groschenromane in Hörspielform gegossen. Sehr geil! Die Teile bekommt man mittlerweile mit viel Glück in diversen Second Hand Läden, auf Ebay hat man meistens nicht so viel Glück.
Wer also Bock auf oldschool Hörspiele hat, total hanebüchene Stories und krude Charaktere: zugreifen. Wer weiß, wie lange es die Teile noch gibt.
Richtig geil kommen die natürlich auf MC und dann in einem richtig alten Kassettenrekorder.

Freitag, 12. Juni 2009

Schock - The Quatermass Xperiment (1955)

Premiere auf dem Zombiebunker. Der erste Horrorfilm der legendären Hammer Studies wird heute ausgewertet! Der Film selbst dürfte der zweite Film der Hammer Studios überhaupt sein (von den weit über 200). Dementsprechend ist die Ausstattung des Films für Hammerverhältnisse eher bescheiden. Das schmälert das Gesamtbild allerdings nicht.
Der Plot ist recht simpel und weist Analogien zum Blob auf. Ein Wissenschaftler (Dr. Quatermass) schießt 3 Kosmonauten in einer Rakete ins All. Nach einer Weile kommt das Teil wieder runter. 2 der 3 Jungs sind ausgelutscht. Carroon ist der einzige, der überlebt hat. Der ist allerdings komplett neben der Spur.
Quatermass will natürlich alles verheimlichen und macht Tests mit ihm.
Dabei fällt auf, dass Carroons Haut ziemlich abgefahren aussieht! Später wird er in ein Krankenhaus verlegt, aus dem ihn seine Frau Judith klaut. Er büxt aus und haut auf einen Kaktus und hat fortan eine Kaktushand. Da er hungrig ist, muss er sich erst mal einen Verkäufer aussaugen, bevor er zum örtlichen Tierpark geht und einen Löwen schlemmt.
Er wird immer größer, die Wissenschaftler checken langsam, was für ein Glibbervieh ihn befallen hat und es kommt zum Showdown in der Kirche.
Total abgefahrener und hanebüchener Plot, aber das mögen wir!
Der Film braucht etwas, um in Fahrt zu kommen, man merkt, dass die Hammer Studios zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen steckten. Trotzdem hat der Film eine tolle Atmosphäre und schöne Effekte. Leider wird unser Schlabbertentakelgast aus dem All nicht oft gezeigt. Aber es gibt Grund zur Freude. Es gibt noch 2 Fortsetzungen, die irgendwann auch hier eintrudeln sollten.
Zur Dvd ist zu sagen, dass Anolis eine sehr schicke Hammer Reihe rausgehauen hat. Schöne Extras, tolles Bild, gute (aber stellenweise auch lustige Synchronisation Bsp. "Er ist weg!" "Weg?" "Wie weg?" "Ja, weg! Einfach nicht mehr da!").
Schöner B-Movie Film, nicht der beste, aber er zählt zum guten Mittelfeld!

Mittwoch, 10. Juni 2009

The Crawling Eye (Die Teufelswolke von Monteville - 1958)

Achtung: Spoiler über das Monster
Endlich ist er da! Der erste Film der neuen Anolis Reihe "Galerie des Grauens"! Um es vorweg zu nehmen: der Film ist phantastisch! Von den Effekten, den Kulissen bis hin zur Story. Hier haben wir ein kleines, schimmerndes Genrekleinod zu bestaunen.
Um was geht es?
2 Schwestern reisen mit dem Zug nach Bern. Eine der beiden ist hellsichtig (sie machen das auch als Nummer in einem Zirkus). Als die Hellsichtige aus dem Fenster auf den
Monteville schaut, wird sie plötzlich hypnotisiert und fällt einem Mann in den Schoß. Dieser ist auf dem Weg nach Trollenberg, weil ihn sein alter Professorkumpel dringend braucht. Als Anne (die Hellsichtige) erwacht, will sie plötzlich auch nach Trollenberg.

Die 3 steigen in einem Hotal am Fuß des Gipfels ab. Tja, und wie sollte es anders sein: in den Bergen sind in letzter Zeit viele Leute ums Leben gekommen. Keiner weiß warum. Der örtliche Bergsteiger kraxelt mit einem fetten Geologen auf den Gipfel, um mit ihm Gesteinsproben zu holen. Allerdings geht da einiges schief.


Derweil besucht der Typ aus dem Zug seinen Freund im Observatorium. Dieser erklärt ihm, dass am Monteville eine Wolke hängt, die radioaktiv ist und sich nicht vom Fleck bewegt.
Kluge Geister werden schnell feststellen, dass in der Wolke fiese Viecher lauern, die Leute hypnotisieren können und diese zum Töten aufstacheln. Tentakeln haben die rumschlurfenden Riesenaugen auch!
Absolut abgefahrene Story! Sehr gut umgesetzt! Tolles Bild, toller Ton und tolle Schauspieler.
Der Film ist natürlich von 1958 und deshalb hat er diesen gewissen Charme!
Zum Schluss gibt es noch ein schickes Miniaturmodell mit ein paar Tentakelglubschaugen drauf zu bewundern und viele Explosionen.
Der Film macht Spaß, der Film ist spannend und wenn man ihn in geselliger Runde mit Bier konsumiert, dann sollte er auch einen ordentlichen Trashfaktor hergeben.
Die Ausstattung der DVD ist natürlich vorbildlich. Audiokommentar von John Carpenter (Halloween- Die Teufelswolke hat ihn zu seinem Film The Fog inspiriert), Audiokommentare von Rolf Giesen und Hans Thunack, 2 Trailer, Super 8 Fassung, Bilder, Aushangfotos etc.

Sehr schön ist auch der Serienteaser, der dem Dvdmenu vorgeschaltet ist.
Der Film erscheint am 15. Juni und ist über Amazon, I-Catcher Media und auf Börsen erhältlich.

Freitag, 5. Juni 2009

Bis das Blut gefriert - The Haunting (1963)

Gestern Abend habe ich mich an "The Haunting" gemacht. Erwartet hatte ich einen netten schwarz/weiß Film in einem Schloss. Dass der Film wirklich schockt, damit hätte ich nicht gerechnet.
Hier haben wir den Archetyp des Geisterhaushorrors!
Aus dem Off wird uns die Geschichte um das Haus erzählt. All die Unglücke, die darin geschahen und dass es heute verflucht ist. Jeder meidet es und selbst die beiden Angestellten verlassen das Haus vor Nachteinbruch und kehren erst wieder morgens zurück.
Ein Wissenschaftler will darin nun ein Experiment starten. Er will paranormale Phänomene und ihre Wirkung auf Menschen ergründen.
Es finden sich 2 junge Frauen und der junge, potenzielle Erbe des Anwesens ein.
Tja und schon geht es los. Eigentlich nahm ich an, ob der späteren Verfilmungen, dass ein ganzer Sack voll Leute in dem Haus übernachtet. Die geringe Anzahl von 4 Personen (später kommt noch die Frau des Wissenschaftlers dazu) potenziert allerdings die verlassene Wirkung.
Überhaupt gruselt man sich bei diesem Film! Auch wenn man, bedingt durch das Alter des Filmes, eine größere Distanz zum Film hat (als zu modernen Filmen), wird hier durch geschickte Kameraführung und Geräuscheffekte geschockt ohne Ende.
Nur ein einfacher Schwenk auf eine Statue lässt einen kurz Zusammenzucken.
Außerdem ist die Entwicklung einiger Figuren sehr abgefahren! Ein Ende, mit dem man nicht rechnet, ist auch noch dabei.

Genreklassiker und ein Film, der mir sicherlich noch einige Zeit in Erinnerung bleiben wird.
Zur DVD lässt sich sagen, dass hier wieder extrem mit Extras gegeizt wurde. Kaum Features, kein Booklet. Schade eigentlich, da dieser Film sehr viel mehr verdient hat!

Donnerstag, 4. Juni 2009

Neuigkeiten zur Galerie des Grauens Reihe von Anolis

Der Veröffentlichungsplan für die Anolisreihe "Galerie des Grauens" wurde etwas abgeändert.

Als dritter Film erscheint jetzt "Auf U17 ist die Hölle los".  Am 15. Juni kommt "Die Teufelswolke von Monteville", im August "Das Vermächtnis des Prof. Bondi" und im "Auf U17 ist die Hölle los". Dann soll es jeden Monat (außer wahrscheinlich im November und Dezember) einen Film für die Box geben. Jeder Film der Serie wird auf 1000 Exemplare limitiert sein.

Die Extras der Nummer 1 werden ein Audiokommentar von Mr. Carpenter himself sein, ein Audiokommentar von Dr. Giesen und Hans Joachim Thurnack, die Super 8 Fassung und noch einiges mehr. Außerdem wird es ein 8seitiges Booklet geben. 

Das hört sich nach einem sehr schönen Paket an. Außerdem wird es in der Reihe noch Audiokommentare von keinem geringeren als Christian Kessler geben! Man freut sich und dankt schon jetzt Anolis. 

Mittwoch, 3. Juni 2009

Tarantula (1955)

Der zweite Jack Arnold Film in einer Woche. In diesem spielt eine Riesentarantel die Hauptrolle. Leider ist die DVD von Universal sehr mager ausgestattet. Nicht mal ein animiertes Menu wurde spendiert. Lediglich ein olles 3D Wackelbild gibt es als "Feature".
Wie geht´s los? Wir sehen eine weite Wüste in der ein ziemlich deformierter Kerl umher irrt, bis er tot umfällt. Wir erfahren, dass es sich dabei um den örtlichen Biowissenschaftler handelt, dessen Kollege (ebenfalls ein ziemlich einsiedlerisch lebender Kerl) eine sehr seltene Krankheit diagnostiziert, um eine Autopsie (die der lokale Arzt will) abzuwenden. Das ganze spielt in einem süßen kleinen Wüstenstädtchen. Das Ambiente ist also ausgesprochen vorzüglich! Im Verlauf des Films erfahren wir, dass die Wissenschaftler draußen in der Wüste mit Tieren herum experimentieren und ihnen ein künstliches Futter spritzen, dass zu extrem schneller Massezunahme führt. Im Labor sind dann auch hundegroße Hasen und Meerschweine. Natürlich auch eine riesige Tarantel. Ein Praktikant, dem das Zeug ebenfalls injeziert wurde und langsam bekloppt wird, greift den Wissenschaftler an und setzt das ganze Labor in Schutt und Asche. Die Tarantel flieht.
Ein paar Tage später kommt eine junge Studentin zum Professor, um bei ihm zu lernen. Der klärt sie auf, dass er mit radioaktivem Material arbeitet.
Die Tarantel kriegt derweil Bock auf Rinder und wütet rum.
Dabei ist das Monster keine Puppe, sondern eine tatsächlich echte Tarantel, die geschickt und getrickst riesig wirkt. Man denkt sich die ganze Zeit: wie zur Hölle konnten die Leute damals nur sowas auf die Beine stellen?
Es ist so viel faszinierender, was damals geschaffen wurde, als heute. Denn heute sitzt der Zuschauer im Kino und denkt sich "oh, noch mehr nette Computereffekte".
Die Geschichte entwickelt sich sehr rasant, hat keine längen. Die Charaktere kommen zwar stellenweise sehr naiv rüber, aber das ist den meisten alten Filmen immanent.
Mir hat der Film wirklich ausgezeichnet gefallen. Im Direktvergleich mit Formicula kann ich einfach keinen vor ziehen. Beide sind auf ihre Art großartig. Die nachgebauten Ameisen in Formicula sind großartig, aber auch die echte Spinne, die durch die Berge läuft, als wäre es echt, ist beeindruckend.
Phantastisch!

Creature from the Black Lagoon (Der Schrecken vom Amazonas - 1954)

Bei "Creature From The Black Lagoon" aus dem Jahre 1954 handelt es sich um meinen ersten Jack Arnold Film. Und der hat mich natürlich nachhaltig beeindruckt. Die Unterwasseraufnahmen sind sehr überzeugend und das Kostüm des Monsters ist großartig. Es schlägt locker 80% der heutigen CGI-Monster und 60% der anderen. Allein wie es sich unter Wasser bewegt. Da gruselt man sich noch heute!

Zur Story: ein Wissenschaftler untersucht im tiefsten Amazonas mit seinen Gehilfen Steinschichten. Sie finden ein Krallenfossil. Der Wissenschaftler beschließt, sofort aufzubrechen und mit einem größeren Forscherteam zurückzukommen. Während er weg ist, werden die beiden armen Teufel, die Stellung halten müssen, natürlich umgebracht.
Mit dem neuen Team untersuchen sie den Rest des Sediments, finden allerdings nichts Brauchbares. Da kommt die Idee auf, in der schwarzen Lagune um die Ecke zu tauchen, da vielleicht Teile der gleichen Gesteinsschicht abgetragen und in die Lagune geschwemmt wurden.
Tja, aber da lebt das Monster.
Hört sich anfänglich nicht besonders spannend an, aber durch die Attacken des Monsters, die geniale Umgebung und die dramatischen Tauchgänge wird sehr viel Tempo in den Film gebracht. Immer wenn das Monster zu sehen ist (und sei es nur seine Krallenflosse), kommt eine ziemlich abgefahrene Musik. Sehr nett! Außerdem wird der Film durch ein paar Tieraufnahmen ergänzt und überhaupt schwingt so ein bisschen die Evolutionslehre aus dem Biologieunterricht mit.
Das Ende ist zwar weniger überraschend, kann das Gesamturteil des Films aber nicht schmälern. Ganz großes Monsterkino und zu Recht ein absoluter Klassiker des Horrorkinos.
Zudem gibt es auf der DVD noch eine sehr informative Doku. Bild und Ton sind sehr gut!

Montag, 1. Juni 2009

Die Mumie (1932)

Der erste wirklich echte Mumienfilm, den ich mir bis dato angeschaut habe, war auch zugleich der erste wirklich echte Mumienfilm, der jemals gedreht wurde. Horrorlegende Boris Karloff spielt den Leichnam von Imhotep, der durch einen Bann gefesselt war. Enthusiastische Forscher können natürlich die Finger nicht von den Schächtelchen und Siegeln lassen und schon wandelt der alte Ägypter als Untoter unter den Lebenden. Von Dankbarkeit für seine Wiederbelebung keine Spur.
Bemerkenswert ist, dass im Gegensatz zu den anderen Horrorfiguren von Universal hier eine Romanvorlage fehlt (Bram Stokers Dracula, Mary Shelleys Frankenstein etc. )

Ein sehr schönes und auch kurzweiliges Filmchen kam dabei heraus. Karloff glänzt in der Rolle des Imhotep. Überhaupt haben die damaligen Darsteller viel mehr Ausdruck und Körpersprache in ihre Charaktere gebracht, als dieser Tage. Vor allem die ausgeleuchteten Augen sind auch heute noch gut angsteinflößend (wenn man solchen Filmen denn eine Chance gibt).
Die Geschichte ist natürlich durch etliche Zitationen bekannt, aber geht dennoch total in Ordnung. Der Film läuft schließlich nur knapp 70 Minuten. Was ich eigentlich sogar an älteren Filmen schätze. Wie furchtbar nervig ist es eigentlich, wenn moderne Horrorfilme länger als 90min gehen und dafür etliche Längen haben? Lieber kurz und knackig, alles drin.
Dass der Abspann vor dem Film läuft, ist ebenfalls eine Sache, die gar nicht so verkehrt ist. Daher kann ich eigentlich nicht verstehen, dass heute außer bei Bondfilmen diese Konvention gebrochen wird.
Aber zurück zum Film. Dieser weiß durchaus zu gefallen, gehört aber trotzdem für mich eher ans Schlusslicht der Universalfiguren. Allerdings immer noch viel besser als vieles, was danach kam. Die Effekte sind für den Jahrgang auch sehr ansprechend (ein paar Mal wird ein Alterungsprozess gezeigt)
In der schicken Monster Legacy Box ja sowieso enthalten, also kein Problem (zusammen mit dem großartigen "Der Unsichtbare" "Das Phantom der Oper" und dem Überfilm "Der Schrecken vom Amazonas").

Sonntag, 31. Mai 2009

Das Fenster zum Hof

Das Fenster zum Hof von Alfred Hitchcock ist die Blaupause für alle folgenden "Nachbarn des Mordes bezichtigen"-Filme, dessen spätester Ausläufer "Disturbia" die Thematik wunderbar in die moderne Zeit transportiert hat. Das Original hat allerdings schon ein paar Jahre auf dem Buckel.
1954 spielt James Stewart die Hauptrolle in diesem spannenden Kleinod. L.B. Jefferies ist ein abenteuerlustiger Fotograf, der ein paar Wochen ausfällt, da er sich das Bein gebrochen hat. Ihm bleibt also nichts weiter übrig, als den ganzen Tag aus dem Fenster zu schauen und seine Nachbarn zu beobachten. Da haben wir den talentierten Klavierspieler, die frivole Ballettänzerin, das Ehepaar mit dem kleinen Hund, die einsame Lady, die niemals Besuch bekommt und den Typ, der irgendwie hochgradig Stress mit seiner Frau hat. Irgedwann verschwindet diese Frau und Jefferies beginnt angestachelt durch seine Freundin und Krankenschwester dem Fall nachzugehen.

Das ist eigentlich auch das Tolle am Film. Er ist stark beschränkt. Auf wenige Charaktere (Jefferies, die Krankenschwester, die Freundin, sein Kumpel der Cop und die Nachbarn) und eine Handvoll Kamerawinkel. Er beginnt sehr ruhig, lässt sich Zeit und erzählt kleine Geschichten über die Nachbarschaft. Trotzdem wird der Film nie langweilig. Im Gegenteil! Mit zunehmender Dauer nimmt er an Fahrt auf und fesselt den Zuschauer stark an das Schicksal der Protagonisten. Es ist bemerkenswert, dass der komplette Film nur aus Sequenzen innerhalb des Hofes besteht. Das Set kann sich allerdings auch sehen lassen. Alles wirkt sehr natürlich und rund. Zum Schluss wartet noch ein genialer Showdown auf, den man so nicht erwartet hätte.
Das ist einer der ganz großen Filme, inszeniert von einem der ganz Großen! Zeitlos, ruhig, spannend und trotzdem actiongeladen. Sollte jeder Filmliebhaber im Schrank stehen haben! Die Dvdauswertung besticht außerdem durch ein sehr scharfes Bild und eine günstigen Preis. Also zuschlagen bei diesem Klassiker.

Samstag, 30. Mai 2009

House Of Wax (1953)

Richtig, hier geht es nicht um das passable Remake mit der unsäglichen Paris Hilton.
Das hier ist das Original mit Vincent Price. Ok, eigentlich ist das wirklich richtig echte Original "Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts" von 1933 (und auch das wird hier noch ausführlich besprochen!). Vor ein paar Jahren ist mir dieses Filmchen mal beim Einschlafzappen vor die Äuglein gekommen. Allerdings war ich seinerzeit so schlaftrunken, dass ich nur 10 Minuten des Films aufmerksam verfolgen konnte. Umso erfreulicher, nun das Meisterwerk in voller Länger genießen zu können. Auch wenn ich wusste, dass diese 10 Minuten bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatten, die mich über die Jahren zwangen, den Film zu kaufen, ging ich mit nicht zu hoch gesteckten Erwartungen an "Das Wachsfigurenkabinett des Professor Bondi".
Tja, was soll ich sagen.
Es ist einer der mit Abstand besten Filme, die ich jemals gesehen habe. Die schauspielerische Leistung von Vincent Price ist großartig, es gibt schöne Frauen aus der Zeit, eine phantastische New Yorker Innenstadt mit reichlich Nebelschwaden über dem Kopfsteinpflaster wabernd und Tempo ohne Ende.
Fangen wir erstmal mit der Story an.
Der Wachskünstler Prof. Bondi baut sich eine kleine, feine Austellung auf. An dieser ist ein kleiner Kapitalist monetär beteiligt. Zwar gibt es einen kunstverliebten Interessenten, doch dieser ist 3 Monate unterwegs und kann deshalb nicht einsteigen. Unseren Kapitalisten wurmt das ganz kräftig und er beschließt, den ganzen Laden abzufackeln. Denn schließlich gibts dann Monetós von der Versicherung. Bondi geht im Inferno unter...das heißt, doppelt Monetós!


Aber stirbt Prof. Bondi wirklich? Nein, nein....eine fiese und entstellte Person treibt in den folgenden Wochen ihr Unwesen und schnappt sich den Kapitalisten (immer mit einem Seil bewaffnet).
Außerdem werden ein paar schnieke Leichen geklaut, die verblüffende Ähnlichkeiten mit ein paar Exponaten aus Bondi´s Kabinett haben. Dieser finstere Kobold ist Bondi, aber er kann nicht mehr wirklich laufen und auch nicht mehr die Wachsfiguren modellieren (so scheint es). Dafür hat er zwei Lakaien angestellt, Igor der Taubstumme und einen ehemaligen Knasti, der
ganz scharf auf Schnaps ist.
Bald macht er ein neues Wachsfigurenkabinett auf mit verdammt echten Figuren.
Bondi ist total vernarrt in die Person der Marie Antoinette und versucht sie nachzubasteln. Schon bald findet er den perfekten "Rohling"...
Genug der Story. Ey schon viel zu viel verraten. Aber: hier stimmt echt alles. Make Up, Setting, Schauspieler, Story. Seiner Zeit ganz weit voraus! Ein absolutes Muss für Freunde des gepflegten Horrors. Für mich heißt das erstmal: mehr Vincent Price Filme besorgen. Spannend bis zur letzten Minute.

Blob - Schrecken ohne Namen 1958

Yeah! Mit dem ersten Blob von 1958 haben wir das Originalfilmchen auf der Mattscheibe von dem in den 70ern ein Sequel und Ende der 80er ein Remake gedreht wurde.
Eins vorweg: der Film ist extrem spaßig. Das fängt schon beim großartigen Bloblied in der Filmeröffnung an. Happy Happy Joy Joy! Für alle zum mitsingen: Beware of the Blob, it creaps and leaps and slides and glides across the floor, right through the door and all around the wall, a splotch, a blotch, be carefull of the Blooooob!
Uns begegnen direkt zwei "Teenager", die aber eher nach Mittdreißiger aussehen und zusammen eine Sternschnuppe sehen. Logisch ist es unser Schlabberfreund in seiner Meteoritenkapsel. Der Einsiedler aus dem Wald entdeckt den Blob als erstes. Und was tut man, wenn man ein Steinchen in einem Krater findet?
Richtig: man schnappt sich einen Stock und stochert drin rum. Blob schleimt sich natürlich um die Hand und befällt den ersten Menschen. Unser Turteltäubchenpaar sammelt den Hinterwäldler ein und bringt ihn zur schicken Behausung des örtlichen Docs...Kolonialstil!
Als die "Kids" abhauen und der Doc mit der Krankenschwester und dem Blob allein ist, erteilt er ihr den Auftrag ruhig zu bleiben und sich nicht zu bewegen, während er seine Flinte holt. Wie Krankenschwestern nun mal veranlagt sind, rennt sie apathisch herum und direkt in eine Stehlampe rein (das Frauen in Gegenstände rennen kommt im Film noch des öfteren vor!). Die völlig logische Folge: Stromausfall im kompletten Haus! Leichtes Spiel für den Blob...alles einzuschleimen.



Auf der Polizeiwache glaubt den "Kids" natürlich keine Sau. Aber immerhin gibt es einen Cop, der in seiner Schublade ein Schachspiel(!!!) hat und per Funk mit einem anderen zockt. Außerdem ist da noch der gute und der böse Bulle (der gute Bulle
ist daran zu erkennen, dass er keine Kravatte trägt). Blob schlabbert immer mehr Leute voll und wird dadurch größer. Das angehende Pärchen sucht sich Unterstützung im Kino, wo grad ein alter Bela Lugosi Film gezeigt wird. Überhaupt ist alles sehr schick "golden age of America" gehalten. Richtig spannend wird es, wenn der Blob das Diner angreift.Sehr amüsant sind die kleinen Actionszenen gezeichnete (!!) Trickfilmsequenzen, oder der Blob schlabbert einfach über ein Foto (!!!).
Auch wenn es nicht so wirken sollte: der Film macht irre Spaß und er ist sogar irgendwie spannend! Es gibt schicke Autos und stylische Amikleinstadt zu genießen! Außerdem spielt Bruce Willis (als 70jähriger) mit (der Vater von Jane).
Man sollte ihn also auf jeden Fall gesehen haben, auch wenn er aus heutiger Sicht sicherlich das ein oder andere Schmunzeln hervorruft. Auch bei diesem Film hat EMS ein informatives Booklet mit Notizen spendiert und diverse Audiokommentare.
Wer aufgeschlossenen ist und eine der Mütter der Science Fiction sehen will: angucken!

Galerie des Grauens

Obacht! Am 15. Juni erscheint bei Anolis eine neue Horrorklassikerreihe. Den Anfang macht der Film "Die Teufelswolke von Monteville".  Einen Trailer zu diesem Film gibt es hier zu sehen: Trailer "The Crawling Eye" . Das sieht nach feinstem Horrorkino mit netten Effekten aus! Außerdem wird es einen schicken Schuber für die ganze Reihe geben. Bestellen kann man den ersten Film (inklusive Schuber) bei I Cather Media für schlanke 18,99€. Da es sich hier um wirklich alte Nischenfilme handelt, die liebevoll erstmals auf DVD veröffentlicht werden, sind das keinen Cent zu viel! Weitere Filme der Reihe werden "Das Vermächtnis des Professor Bondi" , "Die Nacht der unheimlichen Bestien"  oder "Ungeheuer ohne Gesicht" sein.
Man darf gespannt sein, was Anolis da für Trash- und Horrorperlen ausgegraben hat. Für den geneigten Genrefan wird auf jeden Fall was dabei sein. Sobald es Informationen zur Ausstattung der Dvd gibt, werden sie hier bekannt gegeben. Außerdem wird ein kurzes Review zum ersten Film nachgeschoben. 
Der Zombiebunker freut sich!

Formicula - Ameisenhorror aus den 50ern

Ja, was haben wir denn hier? Für jeden, der sich irgendwie für Tierhorror interessiert, sollte Gordon Douglas´ "Formicula" aus dem Jahre 1954 ein Begriff sein. Die Story ist recht simpel gestrickt. In der Wüste zerrockt etwas verdammt Großes Trailer und Schuppen der Anwohner. 2 smarte Cops düsen durch die Wüste und finden ein irres Mädchen, das extrem geschockt ist und deshalb nicht spricht (leider sehen wir im weiteren Verlauf des Films fast gar nichts mehr von ihr). Ist auch egal.
Eine Story braucht ein gepflegter Tierhorrorfilm sowieso nicht. Zumal mit der Spezies Ameise ein recht exotischer Sprössling des Genre in den Startlöchern steht. Die riesigen Viecher sehen sehr gut, unfreiwillig komisch und extrem haarig aus. Man kann sich also leicht gruseln und trotzdem herzlich drüb
er lachen. Genau so muss das ja auch sein! Die
Effekte sind allesamt SEHR GUT. Da werden Raketen auf das Ameisennest geballert was das Zeug hält und mit Flammenwerfern der Chitinpanzer geröstet (obwohl, eigentlich sind die Dinger zottelig haarig!!!)...brennt jedenfalls!
Außerdem ist die Mode des Professors eine wahre Pracht. Hose bis zum Anschlag (d.h. gefühlt bis unter die Brustwarzen) und immer schön Stylobrille in der Wüste auf!
Showdown mit ordentlich Action in einem Kanalisationssystem
gibt es auch. Und man fragt sich immer wieder: sind die Balken,
die da auf die Darsteller ballern aus Pappe oder tat das grade echt weh?
Außerdem, wie bei fast allen Tierhorrorfilmen, spielt der Kalte Krieg im Hinterkopf eine große Rolle, bzw. die Angst vor nukleareren Katastrophen. Es lebe die radioaktive Mutation von Tieren!
Unbedingt anschauen!

Conducting From The Grave - amerikanischer Melo Death!

Conducting From The Grave klingen in jeder Note durch und durch schwedisch. Hier wird geradezu inflationär mit großartigen Melodiebögen um sich geworfen. In jedem Song findet man mindestens 3 Höhepunkt, die ein eigenes Lied rechtfertigen würden. Es wird aber auch passagenweise deftig geholzt und die typischen und in diesem Fall durchaus variablen Growls reihen sich in das Gesamtbild ein. Ebenfalls sind klassische Metalriffs verwurstet, dazu Moshparts, kleinen Schuss Frickel und viel Schredding.
Conducting From The Grave könnte man also als wildes Gemisch aus In Flames (bis zur Clayman), The Crown und...aber eigentlich ist der Sound extrem eigenständig und progressiv, dass ich mich gar nicht um Vergleiche bemühen könnte.
Auf der Platte ist kein einziger Ausfall...in diesem Album kondensiert Stoff, der sich normalerweise in 4 Jahren der besten Metalveröffentlichungen gebildet hat. Meilenstein!
Unbedingt testen!
Anspieltips: "A Never Ending Search For Closure" und der Übersong "Marching Towards Extinction"